Blog: tgm - thomas gehrig mentoring - tgm - thomas gehrig mentoring

Direkt zum Seiteninhalt

Bewerbungscoaching

tgm - thomas gehrig mentoring
Veröffentlicht von in Verdeckter Arbeitsmarkt · 13 August 2019
Tags: VerdeckterArbeitsmarktBlog


Liebe Lesende

 
 
Mit der grundlegenden Aufarbeitung des Themas «Verdeckter Arbeitsmarkt» haben wir uns seit Anfangs Mai 2018 in den verschiedensten Artikeln mit den unterschiedlichsten Aspekten befasst. Das liest sich ja alles auch ganz schön, wenn man sich so richtig entspannt vor dem Bildschirm befindet. Die Krux an der ganzen Sache ist wie so oft die Umsetzungsproblematik. Einige meiner Kunden sind rundum extrem fit und benötigen höchstens mal einen kleinen Anschub oder später eine kleine Unterstützung. Andere tun sich schwer mit der Umsetzung, weil sie es sich nicht gewohnt sind am PC solche Arbeiten auszuführen oder in der einen oder anderen Art und Weise an die Öffentlichkeit zu gehen. Wiederum andere benötigen einfach ein Feedback und eine Bestätigung, dass sie auf Kurs sind.

 
 
Auch wenn der Begriff «Bewerbungscoaching» vermutlich der am Meisten verwendete Begriff ist, welcher in den Medien anzutreffen ist, ansprechen tut er mich trotzdem nicht sonderlich gut. In der Praxis reicht das typische Coaching nicht aus, weil der Kunde die Umsetzung gestalten und bis zum Erfolg auch durchziehen will. Es ist immer mehr oder weniger auch ein Teil an Beratung vorhanden, weil eben oft mehrere Wege nach Rom führen und je nach Bedarf des Kunden auch ein Training z.B. von Vorstellungsgesprächen. Von daher würde mir der Begriff «Bewerbungsmentoring» wesentlich besser, weil präziser, gefallen. Wir verbleiben aber beim gewohnten Begriff «Bewerbungscoaching».

 
 
Das Bewerbungscoaching weist in sich eine sehr hohe Bandbreite an Themata auf, weil sich die Kundenbedürfnisse sehr unterschiedlich gestalten und die Anforderungen auf Arbeitgeberseite hinsichtlich der Qualität einer Bewerbung und dem gesamten Bewerbungsverhalten des Interessenten immer höher gelegt werden und schlussendlich auch einen stetigen Wandel unterliegen.

 
 
Um die angesprochene Bandbreite und die Dienstleistungspalette etwas zu konkretisieren, helfen uns die folgenden Positionen:

 
-      Bewerbungsdossier: Oftmals besteht im Anlaufmoment der Auftrag des Kunden das Dossier «etwas schöner» zu gestalten. Damit kann erreicht werden, dass der Bewerbungsbrief eine sinnvolle Ergänzung zum Lebenslauf darstellt, einen informativen Mehrwert durch zusätzliche Informationen schafft und die Bedürfnisse des Arbeitgebers abdeckt. Mit dem Lebenslauf drücken Sie dem Arbeitgeber sozusagen das Angebot in die Hand und sorgen dafür, dass er seine gewünschten Informationen, adäquat z.B. zur Stellenausschreibung, in kurzer Zeit findet. Die Sammlung an Arbeitszeugnissen und Diplomen / Zertifikaten ist entweder komplett oder ausschliesslich relevant für die angepeilte Stelle zusammengestellt. Vor allem die ersteren beiden Positionen sind fehlerfrei in der Grammatik, bilden optisch ein schlüssiges Werk (CD / CI) und motivieren den Arbeitgeber zum nächsten Schritt, nämlich der Einladung zum Interview.

 
-      SWOT-Analyse: Wer sich nicht im Klaren ist, wer er ist und für was er steht, wird sich nur suboptimal verkaufen können. Hier haben wir alle mehr oder weniger Defizite in der Erkenntnislage und tun gut daran im sich dauernd (und immer schneller) verändernden Markt à jour zu bleiben.

 
-      Marketing: Nachdem Sie nun im gewünschten Umfang wissen, welches Angebot Sie vollumfänglich oder in Teilen abgeben können, geht es darum a) die Zielgruppe und b) die Kanäle hierfür zu erarbeiten. Beispielsweise geht es bei der Zielgruppenbestimmung darum einzugrenzen, welche Betriebsgrösse, in welchem geografischen Bereich, mit welchem Anforderungsprofil heute und auch noch morgen, mit welcher Firmensprache, etc. von Ihrer Seite her angepeilt werden soll. Betreffend der zu wählenden Kanäle entscheiden Sie sich für einen Mix aus reaktiven Bewerbungen (z.B. Inserate), initiativen Bewerbungen (verdeckter Arbeitsmarkt), soziale Medien (Xing, LinkedIn, Facebook, Instagram, (eigene) Webseite), Networking (Branchenausstellungen, Fachvorträge, etc.).

 
-      Interview: Im Prinzip müssten wir dankbar sein, dass die meisten von uns viel zu wenig Erfahrung und Training im Interviewbereich ausweisen. Trotzdem wollen und müssen sich Kandidaten innerhalb einer sehr kurzen Zeitspanne möglichst perfekt präsentieren. Je nach Ausgangslage kann ein grundlegendes Training oder ein und im Hinblick auf einen vereinbarten Interviewtermin spezifisches Training durchgeführt werden.

 
-      Bewerbungsmanagement: Im Verlaufe der Zeit sammeln sich etliche Bewerbungen in unterschiedlichen Stadien ihres Werdegangs an. Die aktive Bewirtschaftung mit System soll auch hier ein Teil des Erfolges bilden. Es stellen sich Fragen, wie: Welche Bewerbungen sind noch offen? Wo hacke ich nach Frist nach und schaffe einen zusätzlichen Anker? Wo habe ich klare und verständliche Absagen erhalten? Wo waren diese nicht klar genug und welcher Klärungsbedarf ergibt sich daraus? Mit welchem Arbeitgeber bleibe ich (vielleicht trotz momentaner Absage) in Kontakt und wie gestalte ich diesen? Und, und, und….

 
-      Selbstcoaching, Motivationstraining und Life-Balance: Die Bewerbungsarbeit als stellensuchende Person kann sehr kräfterauben sein. Beispielsweise gehört es zum täglichen Geschäft, dass Absagen eintreffen, welche erst verkraftet werden müssen. Wie gehe ich damit und mit mir generell um? Wie motiviere ich mich laufend weiter? Was sind meine Antreiber? Welchen Stellenwert hat die Bewerbungsarbeit in meinem Leben? Wie sieht es mit dem sinnvollen Ausgleich aus? Welche Struktur gebe ich mir selbst? Viele Fragen, auch nicht genannte, sind oft individuell zu beantworten, entweder über den Beratungs-, Training- oder den Coachingkanal.

 
 
Die vorherige Aufzählung kann natürlich nicht vollständig sein und alle individuellen Aspekte abdecken. Mir ging es hierbei darum, das Thema «Bewerbungscoaching» ansatzweise in seiner Vielfalt und vor dem Hintergrund vieler möglicher Perspektivenwechsel dem Lesenden und vielleicht direkt Betroffenen näher zu bringen. Niemand ist perfekt und weiss alles. Darum meine Empfehlung: Holen Sie sich Rat und Tat bei Spezialisten ab, treten Sie in einen fördernden Austausch. Vergessen Sie auch nie: Feedback ist konstruktive Kritik und hilft blinde Flecken aufzudecken.



 
 
 
 
Autor: Thomas Gehrig
 
tgm – thomas gehrig mentoring
 
Web: www.t-g-m.ch
 
E-Mail: thomas.gehrig@t-g-m.ch


 
 



Kein Kommentar

KontaktServices
Besuchen Sie uns auch auf
tgm - thomas gehrig mentoring
Eggstrasse 14
CH-9100 Herisau

Mobil   +41 79 588 9767
E-Mail  info@t-g-m.ch
Skype  gehrig-coaching
Kontaktformular
Terminbuchung
Downloads





Zurück zum Seiteninhalt