Blog: tgm - thomas gehrig mentoring - tgm - thomas gehrig mentoring

Direkt zum Seiteninhalt

Deckblatt

tgm - thomas gehrig mentoring
Veröffentlicht von in Verdeckter Arbeitsmarkt · 3 Juli 2018
Tags: DeckblattVerdeckterArbeitsmarkt

 
Liebe Lesende

 
 
Ein phantasievoll gestaltetes Deckblatt ist ein echter –«eye-catcher» (sprich eine Augenweide), macht im günstigsten Fall Lust auf mehr und erreicht damit genau den angepeilten Zweck, nämlich, dass das Interesse durch die Neugierde erhöht und die Bewerbung intensiver bearbeitet wird.

Die Verwendung eines Deckblattes ist fakultativ, die ordentliche Bewerbung besteht aus den 4 Positionen Motivationsschreiben, Lebenslauf, Arbeitszeugnissen und Diplomen / Zertifikaten.

Aktuellere Umfragen ergaben, dass ca. 70% der Personaler sich zuerst den Lebenslauf ansehen und danach das Motivationsschreiben. Das Deckblatt könnte damit das erste optische Bindeglied zwischen Ihnen und der Firma darstellen und dieser Erstkontakt soll damit auch gut gelingen bzw. seine Wirkung erzielen.

Mit dem Thema «Deckblatt» befassen wir uns innerhalb dieser Serie von Blog-Artikeln erstmalig mit der Erstellung eines schriftlichen Dokumentes, welches nach aussen wirken soll. Darum sollten Sie sich einige grundlegende Gedanken zu Ihrem Erscheinungsbild und zur beabsichtigten Wirkung machen. Lassen Sie uns an dieser Stelle zwei grundlegende Begriffe klären:

CI = Corporate Identity: Alles, was von aussen bzw. aus der Sicht Ihrer Kunden wahrgenommen werden kann, ist in sich und im Verbund mit anderen Wahrnehmungen schlüssig. CI ist allumfassend und startet beim verwendeten Design, über alle kommunizierten Werte bis hin zu Ihrem persönlichen Erscheinungsbild.

CD = Corporate Design: Alle Massnahmen, welche das Design Ihrer Kommunikation ausmachen, sind immer identisch. Im Idealfall sind Sie nur schon auf Grund dieser Tatsache exklusiv erkennbar. Denken Sie dabei an die 4 Ringe von Audi, die 5 Ringe der Olympischen Spiele, die einzelnen Kantonswappen, das orange M der Migros, usw. Darum ist es wichtig, dass Sie gleich zu Beginn mit den grundlegenden Definitionen starten und diese bei Bedarf laufend ergänzen bzw. auch mal korrigieren. Einige Beispiele:
 
Schriftart: Im kaufmännischen Bereich verwendete man früher oft die Schriftart «Times Roman» und wechselte später zum heutigen Standard «Arial». Nirgends ist definiert, dass nur diese beiden Schriftarten zum Einsatz kommen dürfen. Zugegeben, die Bandbreite der Möglichkeiten ist hier nicht enorm gross, trotzdem empfehle ich Ihnen sich mit dieser Option auseinander zu setzen. Ein Schreiben an eine Bank verlangt nach einer anderen Schriftart als ein Schreiben an eine Werbeagentur. Experimentieren Sie mal in Word mit verschiedenen Schriftarten für den gleichen Text. Sie werden massive Unterschiede im Erscheinungsbild des Textes und in der Lesbarkeit feststellen. Zudem: Welcher Text gefällt Ihnen am besten und bildet damit Ihr CD aus?

Schriftgrösse: Üblicherweise werden Texte im kaufmännischen Verkehr in der Grösse 11 geschrieben. Das dürfte in den allermeisten Fällen richtig sein oder zumindest genügen. Trotzdem überrascht es immer wieder, wie sehr sich das Erscheinungsbild z.B. eines Lebenslaufs ändert, indem Sie testhalber von Schriftgrösse 11 auf die 12 wechseln.

Zeilenabstand: Im kaufmännischen Bereich wird oft ein einfacher Zeilenabstand verwendet. Mit dem «Vorteil» der maximalen Informationsmenge pro A4-Seite wird der Nachteil der schlechteren Lesbarkeit in Kauf genommen. In Abschlussarbeiten wird oft ein Zeilenabstand von 1.5 verlangt. Wenn auch aus den richtigen Gründen ist dieser Wert für unsere Belange etwas viel und ich empfehle Ihnen mal mit dem Wert 1.15 zu experimentieren. Sie werden ob des veränderten Erscheinungsbildes erstaunt sein.

Farben der Schriftzeichen: Damit keine Missverständnisse aufkommen, empfehle ich Ihnen den eigentlichen Text in aller Regel in schwarzer Farbe zu verfassen. Titel, Untertitel, wichtige Hinweise, etc. können mittels Farbe nochmals deutlich hervorgehoben und damit deren Bedeutung unterstrichen werden.
 
Mit verschiedenen Farben werden verschiedenste Charaktereigenschaften assoziiert. So steht Blau beispielsweise für Ordentlichkeit, Struktur, Beherrschtheit, etc. Eigenschaften, welche u.a. von einem Buchhalter erwartet werden, ein Comedian wäre damit gar nicht glücklich. Oder die Farbei Rot, welche u.a. für Aggressivität oder Erotik steht. Ideal für den Wettkämpfer oder das Callgirl, weniger für Sie in der Bewerberrolle.

Logos / Schriftzüge: Häufig wird gesehen, dass bei individuell angepassten Bewerbungen auch firmenspezifische Logos, Schriftzüge, etc. verwendet werden. Aus zweierlei Gründen rate ich Ihnen von dieser Vorgehensweise ab:

a)   In aller Regel werden Sie über keine Berechtigung zur Verwendung dieser Elemente verfügen. Es liegt im Bereich des Möglichen, dass Sie sich Ärger im Bereich «Urheberrecht» einhandeln.

b)   Wenn Sie schon ein Logo / Schriftzug verwenden wollen, dann soll es das Eigene sein. Sie «verkaufen» mit der Bewerbung Ihr eigenes Produkt und (noch) nicht das Angebot der Zielfirma.

Sie sehen, alles was Sie gestalten hat in seiner Art, Grösse, Farbe und Kombination eine Wirkung und Sie können damit die angestrebte Wirkung unterstützend beeinflussen oder sie auch zerstören.

Sie werden hier wiederum keine «pfannenfertigen» Vorschläge zur Gestaltung eines Deckblatts vorfinden, weil Sie, und nur Sie, Ihr eigenes Deckblatt als Spiegel des Gesamtangebotes gestalten können. Trotzdem schadet es sicherlich nicht, wenn Sie sich den einen oder anderen Vorschlag ansehen und diese fantasievoll angepasst weiterentwickeln. Mit der Eingabe des Suchwortes «Deckblatt» auf Google werden über 3 Mio. Einträge angezeigt, unter Bilder finden Sie eine unerschöpfliche Auswahl an Beispielen. Selbstverständlich kann die Suche auch strukturierter gestaltet werden.

Ich wünsche Ihnen nun viel Spass bei der Kreation IHRES persönlichen Deckblattes.



Autor: Thomas Gehrig
 
tgm – thomas gehrig mentoring
 
CH-9200 Gossau
 
Web: www.t-g-m.ch
 
E-Mail: thomas.gehrig@t-g-m.ch
 



Kein Kommentar

KontaktServices
Besuchen Sie uns auch auf
tgm - thomas gehrig mentoring
Eggstrasse 14
CH-9100 Herisau

Mobil   +41 79 588 9767
E-Mail  info@t-g-m.ch
Skype  gehrig-coaching
Kontaktformular
Terminbuchung
Downloads





Zurück zum Seiteninhalt