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Kompetenzenportfolio

tgm - thomas gehrig mentoring
Veröffentlicht von in Verdeckter Arbeitsmarkt · 21 Mai 2018
Tags: VerdeckterArbeitsmarktBlog

Liebe Lesende

 
Früher liebte ich es Kursteilnehmenden die Aufgabe zu stellen, sich innerhalb von 30 Sekunden so viele Stärken wie möglich aufzuschreiben. Das Ergebnis war, dass sie die ersten 10 Sekunden in einer Art Schockstarre verbrachten, in den zweiten 10 Sekunden setzte die Schnappatmung ein und in den letzten 10 Sekunden gelang es dann noch einige Begriffe zu notieren.

Keinesfalls wollte ich meine Kursteilnehmenden veräppeln, selbstverständlich wollte ich allen deutlich vor Augen führen, wie wenig wir oft von uns selbst wissen und dass wir oft keine Ahnung haben, wer wir sind und für was wird eigentlich stehen.

In diesem Kapitel setzen wir uns mit den persönlichen und den beruflichen Stärken auseinander. Nehmen Sie sich in den kommenden ein bis zwei Wochen täglich ca. 20 Minuten Zeit und arbeiten Sie an Ihren beiden Kompetenzenportfolio. Das Ziel sollte es sein, dass Sie pro Kategorie mindestens 40 (besser 100) einzelne und sinnvolle Positionen aufgelistet haben.


Wie erkenne ich den Unterschied zwischen persönlichen und beruflichen Kompetenzen?
 
Persönliche Kompetenzen lassen sich beantworten mit der Aussage: Ich bin …, während berufliche Kompetenzen beantwortet werden mit der Aussage: Ich kann ….

Ein Beispiel hierzu mit dem Begriff «Programmieren». Ich bin programmieren, passt nicht, wohl aber ich kann programmieren und damit handelt es sich um eine berufliche Kompetenz.


Zurück zu den Listen: Wie Sie das Ganze gestalten, überlasse ich natürlich gerne Ihnen. Meine persönliche Empfehlung ist die, dass Sie sich in Word eine 2-spaltige Tabelle erstellen und darüber entweder den Titel «Berufliche Kompetenzen» oder «Persönliche Kompetenzen» setzen.

In der linken Spalte schreiben Sie die entsprechende Kompetenz hin, z.B. «Programmieren». In der rechten Spalte schreiben die Detailierung hin oder in kurzer Form, wo / wie Sie diese Kompetenz schon bewiesen haben.

 
 
Beispiel «Berufliche Kompetenzen»
 
Programmieren                        Visual Basic, HTML, Fanuc, Siemens, etc.
 
 

Beispiel «Persönliche Kompetenzen»
 
Wertschätzend                         Loben in verschiedenen Gesprächen.
 
 

Sie werden feststellen, je mehr Sie sich mit sich selbst beschäftigen, desto mehr Positionen fallen Ihnen zu den beiden Themenbereichen ein. Das Ganze kann eine Eigendynamik entwickeln und Sie werden mit Freude feststellen, dass Sie viel, und ich meine damit, viel viel breiter und tiefer aufgestellt sind, als Sie es zu Beginn angenommen hatten.

Sie werden feststellen, dass es Ihnen relativ leicht fällt die ersten 10 bis 20 Positionen zu erstellen, danach «fliesst» es nicht mehr so richtig und neue Wege sind gefragt. Eventuell helfen Ihnen diese Vorgehensweisen weiter:
 
-      Nehmen Sie sämtliche Arbeitszeugnisse zur Hand und sehen Sie sich die Tätigkeitsbeschreibungen bzw. Job Description und persönliche Beurteilungen an. Ich garantiere Ihnen, dass Sie Überraschungen erleben werden und diese etliche zusätzliche Inputs auslösen werden.
 
-      Konsultieren Sie auch sämtliche Diplome, Zertifikate und Kursbescheinigung. Sehen Sie nach, wie die einzelnen Themen- oder Tagesziele definiert wurden und welche Kompetenzen direkt oder indirekt darin enthalten / versteckt sind. Beispiel: Sie verfügen über einen Führerschein der Kategorie B? Dann weisen Sie z.B. automatisch gewisse Kompetenzen in der ersten Hilfe auf.
 
-      Welche Positionen ergeben sich aus dem Thema besuchte Schulen?
 
-      Was lässt sich ableiten aus ehrenamtlichen Tätigkeiten?
 
-      Was ist mit Ihren Hobbies, welche Sie in den letzten Jahrzehnten ausgeübt haben?
 
-      Welche fachlichen und persönlichen Kompetenzen nennen Ihre (ehemaligen) Arbeitskollegen und -kolleginnen, Vorgesetzte, Kunden, Lieferanten, Familienmitglieder, Verwandte, Bekannte, Vereins- und Verbandsmitglieder, etc. Holen Sie entsprechende Feedbacks ab und Sie haben gleichzeitig ein wunderbares Networking betrieben. Feedbacks haben zudem den Vorteil, dass Sie blinde Flecken entdecken an denen Sie künftig arbeiten können.
 
Die beiden Kompetenzenportfolio sind wertvolle Nachschlagewerke für Aktivitäten wie die Erstellung Ihrer Kernkompetenzen, Expertise, USP und vieles mehr. Bewahren Sie sie sorgfältig auf und überarbeiten Sie diese dann und wann.
 


 
Autor: Thomas Gehrig
 
tgm – thomas gehrig mentoring
 
CH-9200 Gossau
 
Web: www.t-g-m.ch
 
E-Mail: thomas.gehrig@t-g-m.ch
 



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