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Mentoring - Methodische Aspekte 2

tgm - thomas gehrig mentoring
Veröffentlicht von in Verdeckter Arbeitsmarkt · 30 April 2019


 
Liebe Lesende
 
 

Im letzten Blog-Artikel durfte ich Ihnen das von mir präferierte Modell eines «Gesprächsleitfadens» etwas näherbringen. Solche Modelle sind wichtig für die Struktur von Begleitungen und ermöglichen eine laufende Orientierung für den Mentee als auch für den Mentor. Die Nachvollziehbarkeit des Prozesses auf dem Weg vom Start in Form der Aufgabenstellung bis hin zum Ziel mit der persönlichen Lösung des Kunden muss aus verschiedensten Gründen gewährleistet sein. Mit dem Gesprächsleitfaden wurde aber «lediglich» ein Rahmen geschaffen und diesen gilt es nun sinnvoll für den Mentee und passend zu seinem Anliegen zu füllen. Hierfür bieten sich die verschiedensten Tools in einer fast unüberschaubaren Vielfalt an. Ich muss gestehen, dass ich Tools liebe, weil diese es dem geeigneten Mentee auf eine einfache und eventuell auch spielerisch-leichte Weise erlauben unterschiedlichste Beobachtungs- und Wahrnehmungspositionen einzunehmen.

 
 
Als das absolut primäre Basistool bezeichne ich die gekonnte, laufend trainierte und fantasievolle Fragetechnik als solches. Je nach Ausprägung des Lehrmittels bieten sich ein gutes Dutzend an unterschiedlichen Fragetechniken an. Das können sämtliche Varianten der W-Fragen, Skalierungsfragen oder auch Wunder- bzw. Feenfragen sein.

 
 
Bei geeigneten Kunden, welche sich gerne und natürlich freiwillig darauf einlassen, verwende ich gerne die nachfolgenden Tools. Dabei handelt es sich um die vermutlich bekanntesten Tools, welche ich Ihnen zur Übersicht gerne in einer Kurzform vorstelle oder zumindest erwähne.

 
 
Lebensrad: Wird hauptsächlich zur Standortbestimmung zu Beginn aber in weiteren Phasen des Beratungsgesprächs zur Zielsetzung und -überprüfung eingesetzt und umfasst die wichtigsten Lebensbereiche bzw. auch die Life-Balance.

 
 
SMART: In der Zielformulierungsphase können damit attraktive und sinnvolle Ziele definiert und später auch damit überprüft werden. Interessant: Bei meinen Recherchen bin ich noch auf das, um einen 6. Punkt erweiterte Model der LWO gestossen. Hier wird noch die Position «Oeko-Check» angestossen, mit dem Ziel einer Sozialverträglichkeitsprüfung in den verschiedenen Umwelten. Wir überprüfen dies u.a. beim Check der möglichen Auswirkungen im Heimatsystem.

 
 
Rubikon: Mit diesem motivations-psychologischen Model werden vier Phasen (abwägen, handeln, planen und bewerten) Schritt um Schritt, über die Änderung der Bewusstseinslage, dem eigentlichen Ziel zugeführt (Wunschsituation, «Opportunitätskosten – in dem Moment, wo ein Entscheid zu Gunsten einer Lösung gefällt wird, werden gleichzeitig alle Alternativen ausgeschlossen, «Point-of-no-return»)
 
 
Inneres Team: Ein prächtiges Persönlichkeitsmodell nach dem Psychologen Friedemann Schulz von Thun mit dem Ziel die ungeheure Komplexität der inneren Stimmen / Ansprechpartner zu erfassen, zu berücksichtigen und als Chef des inneren Teams (Führung) zu orchestrieren.

 
 
4-Schritte-Modell: In der Literatur finden sich verschiedenste, ähnliche Modelle mit unterschiedlichsten Namensgebungen und mit teilweise etwas mehr oder wenigen Schritten im Prozess. Grundsätzlich geht es dabei immer, um einen kreativen Prozess mit dem Ziel von der Problem- bzw. Aufgabenstellung hin zur systematischen Lösung zu gelangen.

 
 
Meta-Mirror: Der Begriff «Meta» steht in ungefähr für «über» oder «neben», während mit dem Begriff «Mirror» der Spiegel bzw. die Spiegelung und damit die Reflektion gemeint ist. Dieses Modell eignet sich aus eigener Erfahrung heraus hervorragend zur kreativen Lösungserarbeitung bei Kommunikationsproblemen zwischen Personen.

 
 
Mir war es ein Anliegen Ihnen mit der Beschreibung der obigen Tools einen Einblick zu geben und eine Vorstellung zu vermitteln, wie sich Begleitungen rudimentär abspielen können. Selbstverständlich bestimmen immer Sie auf was und wie weit Sie sich darauf einlassen. Wer beim Lesen der obigen Zeilen den Eindruck gewann, dass so eine Begleitung locker-flockig durchflutscht, der irrt. Es handelt sich dabei um intensives Arbeiten, der Brain ist enorm gefordert und für mich ist es immer wieder ein kleines Kompliment, wenn die Kundin / der Kunde zum Schluss einer Sitzung erwähnt, dass sie oder er nun völlig geschafft sind. Ich weiss dann, dass hier einiges angestossen wurde, welches nun im Fluss ist und in der nächsten Sitzung wiederum ein konstruktives Vorgehen ermöglichen wird.

 
 
Sehr gerne stehe ich bei Fragen zur Verfügung, kontaktieren Sie mich hierfür bitte einfach per E-Mail oder via Kontaktformular.

 
 
Ich wünsche Ihnen eine erfolgreiche Woche.
 
 
 
 



Autor: Thomas Gehrig
 
tgm – thomas gehrig mentoring
 
Web: www.t-g-m.ch
 
E-Mail: thomas.gehrig@t-g-m.ch


 
 



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