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Unterlagen für die Kurzbewerbung

tgm - thomas gehrig mentoring
Veröffentlicht von in Verdeckter Arbeitsmarkt · 4 September 2018
Tags: VerdeckterArbeitsmarktBlog

 
Liebe Lesende

 
 
Dieser Artikel entstand auf Grund von Fragen und Einwänden eines interessierten Lesers. An dieser Stelle vielen Dank für das Feedback und natürlich gerne jederzeit wieder.

 
Halten wir an dieser Stelle fest, dass wir uns über das Bewerben im verdeckten Stellenmarkt unterhalten. Das heisst, dass der Empfänger der Bewerbung entweder nicht mit unserer Bewerbung rechnet oder gedanklich von einer kurzen und knackigen Information ausgeht. Die vollständige Bewerbung eines 50-jährigen kann schnell den Umfang von 30 Seiten (oder auch wesentlich mehr) annehmen. Das ist eine ganze Menge Stoff, die niemand gerne liest, wenn er nicht muss und im schlimmsten Fall automatisch im elektronischen oder physischen Papierkorb landet.

 
Lassen Sie zurückbesinnen, was Sie in dieser Phase erreichen wollen. Sie kennen möglicherweise die AIDA-Methode aus dem Marketing. Damit ist nicht die Oper in gemeint.

 
AIDA ist ein Kunstwort, welches aus den bekannten 4 Buchstaben besteht, welche stehen für: A = Aufmerksamkeit erregen, I = Interesse wecken, D = Desire (engl. = Wunsch wecken) und A = Abschluss. Vor dem Hintergrund, dass die angepeilte Stelle noch gar nicht frei oder gar noch inexistent ist, reicht es völlig, wenn Sie die beiden ersten Buchstaben A und I damit abhacken können. Die Aufmerksamkeit ist Ihnen vermutlich bis zu einem gewissen Grad und für eine beschränkte Zeit gewiss, weil die Bewerbung mehr oder minder unerwartet eintrifft. Das Interesse zu wecken und dieses Level auch zu halten, ist schon weitaus anspruchsvoller. Das Interesse wecken Sie doch mit einem Angebot, welches den Bedarf oder vielleicht aktuell nur das Bedürfnis des Arbeitsgebers abdeckt und auf seine künftige Aufgabenstellung als noch ungelöste Aufgabe oder auch Problem die absolut passende Antwort liefert. Vor dem geistigen Auge des Arbeitgebers sollte beim Eingang Ihrer Bewerbung ein Leuchtschild mit dem Inhalt „Problem solve – Problem gelöst“ hell leuchtend aufgehen. Dieses Schild wird aber ganz schnell ganz dunkel, wenn er mit einem Wust an Informationen zugemüllt wird. Entschuldigen Sie bitte die Wortwahl, aber ich sehe es vor meinem geistigen Auge regelrecht in Farbe.

 
Kurz und knackig, das sind immer noch die Zauberworte. Die Kurzbewerbung können Sie unterschiedlich gestalten. Als gedankliche Einstiegsbeispiele wären zu nennen:
 
-      Die Kurzbewerbung besteht aus einem Motivationsschreiben (auch im Body der E-Mail), welches Ihre Motivation, Ihr Angebot und vor allem das Matching zum (künftigen) Bedarf des Arbeitgebers glasklar aufzeigt. Der Lebenslauf umfasst im Wesentlichen die letzten 10, max. 15 Jahre oder in anderen Fällen passender die letzten 1 bis 3 Tätigkeiten. Angepasst wird in diesem Zusammenhang auch die Auflistung der Aus- und Weiterbildungen indem Sie nur die themenrelevanten Ausbildungen nennen und nur die entsprechenden Diplome und Zertifikate beilegen. Dieses ergänzen Sie noch mit den passenden Arbeitszeugnissen bzw. Arbeitsbestätigungen. Im Idealfall legen Sie ein Zwischenzeugnis des aktuellen Arbeitgebers bei.
 
-      Eine ähnliche Variante ist, dass Sie nur das fokussierte Motivationsschreiben, den angepassten Lebenslauf und das Zwischenzeugnis übermitteln. Der Arbeitgeber wird Sie mit grosser Wahrscheinlichkeit im Verlaufe des Prozesses ohnehin auffordern ein komplettes Dossier zur Verfügung zu stellen.
 
-      Wem das zu traditionell ist, kann seinen Flyer mit passendem Motivationsschreiben übermitteln. Prinzip SMART = Reduce to max und der Bemerkung auf Wunsch ein vollständiges Dossier jederzeit nachreichen zu können.
 
-      In verschiedenen Branchen käme die Idee nur das megastark formulierte Motivationsschreiben zu senden, welches einen Link auf Ihre eigene Website mit allen Informationen enthält, sicherlich gut an.

 
 
Sie sehen, kurz und knackig muss es sein, Aufmerksamkeit und Interesse schaffen Sie sich durch eine wohltuende Andersartigkeit bzw. indem Sie sich mit Ihrer Bewerbung von der grauen Masse abheben.
 
 
Tipp: Kümmern Sie sich um das Nachhacken, indem Sie im Schlussteil des Motivationsschreibens verbindlich werden und die Kontaktaufnahme z.B. in einer Woche ankündigen. Natürlich werden Sie mehrheitlich Absagen erhalten, Sie werden aber bei den potenziell interessierten Arbeitgebern mehrheitlich auch kürzere oder längere Gespräche führen, die Ihnen wertvolle Informationen vermitteln, evtl. zu einem anderen Angebot führen und auf jeden Fall immer ein neuer Kontakt innerhalb Ihrer definierten Kundengruppe der „Key Accounts“ ergibt. Heute vielleicht eine Absage, nur: Wer weiss schon was morgen sein wird. Die Welt dreht sich für uns alle weiter und verändert sich.



 
 
 
 
 
 
Autor: Thomas Gehrig
 
tgm – thomas gehrig mentoring
 
CH-9200 Gossau
 
Web: www.t-g-m.ch
 
E-Mail: thomas.gehrig@t-g-m.ch

 
 



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